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2. September 2021 Das „Fahrad-Ei“ von Mörsenbroich
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30. August 2021 DEUTSCHLANDWEITES PILOT-PROJEKT “ELEVATED BIKE LANES“ IN DÜSSELDORF VORGESTELLT

DEUTSCHLANDWEITES PILOT-PROJEKT “ELEVATED BIKE LANES“ IN DÜSSELDORF VORGESTELLT

+++ CDU-MdB Thomas Jarzombek präsentiert verkehrspolitische Innovation
+++ Fahrrad-Hochstraße als deutschlandweit einmaliges Pilot-Projekt
+++ Düsseldorf als verkehrs- und umweltpolitischer Vorreiter
+++ Bund und Land finanzieren bis zu 95% der Kosten

 

(Düsseldorf, 01.09.2021) Verkehrspolitischer Paukenschlag: Die nordrhein-westfälische Landeshauptstadt Düsseldorf soll nach dem Willen des CDU-Bundestagsabgeordneten Thomas Jarzombek mit der erstmaligen Errichtung eines hochgeständerten Fahrrad- und Fußgängerweges – international „Elevated Bike Lane“ genannt – verkehrs- und zugleich umweltpolitischer Vorreiter in ganz Deutschland werden.

Was international in großen Städten wie Xiamen (China) oder Kopenhagen (Dänemark) längst gelebte Realität ist, wäre nach Ansicht von Thomas Jarzombek auch für Düsseldorfs Verkehrsprobleme ein sinnvoller Lösungsansatz: „Elevated Bike Lanes sind ein innovativer Beitrag zur Lösung unserer verkehrspolitischen Probleme. Sie bieten gleich mehrere Vorteile: Die Fahrradfahrer vermeiden unnötige Ampeln, sparen dadurch Zeit, sind durch den Wegfall vieler Berührungspunkte mit Autos sicherer unterwegs und vermeiden potentielle Unfallquellen. Die klimaneutrale Gestaltung der Hochstraßen trägt durch ihre Begrünung zu einem gesunden Stadtklima bei. Ich bin mir sicher, dass sie dazu führen werden, dass viele Menschen ihr Auto stehen lassen würden, wenn es diese sichere Alternative gäbe.“

 

Jarzombek hat zusammen mit der Düsseldorfer Innovationsberatung ProjektSchmiede ganz bewußt das Mörsenbroicher Ei als einen der meistbefahrenen Knotenpunkte Deutschlands und verkehrspolitischen Brennpunkt für sein Vorhaben ausgewählt. Der über 1,2 Hektar große Verkehrsplatz ist eine der größten niveaugleichen Straßenkreuzungen Deutschlands und verknüpft drei Bundesstraßen und drei weitere Durchgangsstraßen. CDU und Grüne haben in ihrer Kooperationsvereinbarung eine Ost-West-Route von der Heinrichstraße über das Mörsenbroicher Ei bis zum Luegplatz in Oberkassel explizit vereinbart.

 

Die ProjektSchmiede-Innovationsberater konzipieren die Hochstraße maximal ökologisch und intelligent. Die Geländer und Stützen werden als Beitrag zum Stadtklima begrünt. Die an den Geländern angebrachten Photovoltaikanlagen sorgen für klimaneutrale Beleuchtung, die zugleich einen positiven Sicherheitsfaktor für die Nutzer darstellt, sowie die Versorgung von E-Bike-Ladestationen. Sensoren mit Fahrrad- und Fußgängerzählern sorgen für einen gleichmäßigen Verkehrsfluss, indem sie mit Tempohinweisen und Zeitangaben (z. B.: „Bei jetzigem Verkehrsaufkommen 20 Min. Fahrtzeit bis Luegplatz“) die Verkehrsteilnehmer optimal informieren und zugleich wichtige Nutzerdaten für die Stadt sammeln.

 

„Die Beispiele in China und Dänemark zeigen, dass viele Autofahrer in dicht besiedelten Städten aufs Fahrrad umsteigen, wenn ihnen mit der „Elevated Bike Lane“ eine sichere Alternative geboten wird. Ich werde mich mit Nachdruck bei Bund und Land dafür einsetzen, dass Düsseldorf als erste Stadt in Deutschland dieses Pilotprojekt realisiert. Die Chancen, dass Bund und Land bis zu 95% der Errichtungskosten übernehmen, stehen gut“, sagt Jarzombek.

 

ProjektSchmiede-Geschäftsführer Dr. Hagen W. Lippe-Weißenfeld sieht in Jarzombeks Vorstoß die große Chance, „Düsseldorf mit diesem Pilot-Projekt bundesweit als Vorreiter in Sachen intelligenter Verkehrspolitik zu positionieren. Wer eine echte, spürbare Verkehrswende will, kommt um solche innovativen Mobilitätslösungen gar nicht herum. Das Mörsenbroicher Ei muss aus der Perspektive von Fahrradfahrern und Fußgängern von einem Ort der Gefahr und Angst zu einem Ort der Sicherheit und Souveränität aller Mobilitätsteilnehmer werden. In Summe birgt dieses Vorhaben die Chance für einen Dreiklang aus verkehrs-, umwelt- und sicherheitspolitischen Quantensprüngen!“

 

Historisch knüpft die Idee an die Geschichte des Mörsenbroicher Ei’s an: Der Namensbestandteil „Ei“ stammt aus nicht realisierten Planungen zur Verbesserung der Verkehrsführung. Einem in einer Denkschrift von 1955 skizzierten Konzept folgten Detailpläne, die den Bau einer in Form eines Ovals geschlossenen Hochbrücke präzisierten. Über diese Brücke sollten Autos auf einer zweiten Ebene von den übrigen Verkehrsteilnehmern (Straßenbahnen, Fahrradfahrer, Fußgänger) getrennt in einen Kreisverkehr den Knotenpunkt passieren.

 

Thomas Jarzombek sagt: „Es entbehrt nicht einer gewissen Ironie, dass wir durch die Trennung der Ebenen für Fahrradfahrer und Fußgänger auf der einen und Kraftfahrzeugen auf der anderen, die verkehrspolitischen Ideale der 50er Jahre exakt umdrehen. War früher das Auto die Nummer Eins, nimmt diese Position zukünftig das Fahrrad ein. So stelle ich mir die Stadt der Zukunft vor.“

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20. April 2021 ERBESCHUTZ. WAS BEWIRKT DAS NEUE DENKMALSCHUTZGESETZ?

ERBESCHUTZ. WAS BEWIRKT DAS NEUE DENKMALSCHUTZGESETZ?

Der Gesetzentwurf zur Neuregelung des Denkmalschutzes in NRW steht in der Kritik. Ministerin Ina Scharrenbach sieht „Anpassungsbedarf“ im Bereich Klima, Umwelt, Barrierefreiheit und möchte eine „praxisorientierte Weiterentwicklung des nordrhein-westfälischen Denkmalrechts“ erreichen.

Die Landeskonservatoren sollen nur noch angehört werden. Sie kritisieren, dass bei den unteren Denkmalbehörden keine ausreichende personelle und fachliche Expertise vorhanden sei. Wird der Schutzcharakter zugunsten „sachfremder Aspekte“ aufgeweicht, oder werden die Kommunen durch den Gesetzesvorstoß gestärkt? Wie wird das bauhistorische Landes-Erbe am besten geschützt?

Darüber diskutiert Dr. Michael Köhler auf Einladung der Kulturpolitischen Gesellschaft und des WDR mit seinen Gästen:

Dr. Hagen W. Lippe-Weißenfeld, Vorstand Kulturpolitische Gesellschaft

Dr. Holger Mertens, Landeskonservator für Westfalen-Lippe, Leiter der LWL- Denkmalpflege, Landschafts- und Baukultur in Westfalen

Dr. Andrea Pufke, Landeskonservatorin für das Rheinland, Leiterin des LVR-Amtes für Denkmalpflege im Rheinland

Ina Scharrenbach, Ministerin für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes NRW

Dr. Steffen Skudelny, Vorstand Deutsche Stiftung Denkmalschutz

Aufzeichnung einer Diskussion aus dem Kleinen Sendesaal des WDR am 13.04.2021: https://www1.wdr.de/radio/wdr3/programm/sendungen/wdr3-forum/index.html

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9. April 2021 DIE PROJEKTSCHMIEDE ERWEITERT IHR BERATUNGSTEAM

DIE PROJEKTSCHMIEDE ERWEITERT IHR BERATUNGSTEAM

Die Düsseldorfer Beratungsgesellschaft ProjektSchmiede erweitert Ihr deutschlandweites Beraterteam um drei bekannte, führende Köpfe aus dem nationalen Kunst- und Kulturbetrieb.

Mit dem Kurator, Museumsberater und Architekturforscher Dr. Pablo von Frankenberg gewinnt die ProjektSchmiede einen international erfahrenen Ausstellungsmacher mit umfassender Expertise im Bereich innovativer Masterpläne und Kulturkonzepte. Er konzipiert Museen, kuratiert Ausstellungen und berät Architekturbüros und Kulturinstitutionen. Als langjähriger Kreativdirektor realisierte er für den Architekten und Museumsgestalter HG Merz zahlreiche natur- und kulturhistorische, archäologische und technische Museen. Davor forschte er als Soziologe und Kulturwissenschaftler zu Museen und Architektur in Europa, den USA, in China und am Arabischen Golf.

Der zweite Neuzugang der ProjektSchmiede ist im nationalen Kulturbetrieb eine feste Größe: Dirk Schütz, Gründer von Kultur Management Network und der Kulturpersonal GmbH bringt über 20 Jahre Erfahrung aus den Bereichen Führung, Personalmanagement und Organisationsentwicklung mit. Er arbeitet als Berater, Coach und Trainer und unterrichtet als Dozent an Kulturmanagement-Studiengängen im deutschsprachigen Raum. Mit dem Online-Stellenmarkt kulturmanagement.net betreibt er das führende Online-Stellenportal für den Kulturbereich im deutschsprachigen Raum.

Mit Christoph Geisler kann die ProjektSchmiede zukünftig auf einen Juristen zurückgreifen, der über langjährige Führungserfahrung in den Bereichen Bildung, Wissenschaft und Verwaltung verfügt. Christoph Geisler war 10 Jahre Vizedirektor der Stiftung Wissenschaft und Politik, dem Thinktank der Bundesregierung und des Bundestages für Außen- und Sicherheitspolitik. Davor war er am Aufbau der Hertie School, der University of Governance in Berlin beteiligt. Mit der Gründung seiner Agentur thefuturepast verbindet er seine vielfältigen Erfahrungen und sein kreatives Talent mit der Entwicklung innovativer Konzepte u. a. in den Bereichen Künstliche Intelligenz und Virtual Reality.

Die ProjektSchmiede-Gründer Jan Hinnerk Meyer und Dr. Hagen W. Lippe-Weißenfeld freuen sich, dass die ProjektSchmiede ihr Beratungsportfolio zukünftig signifikant erweitern kann: „Wir blicken auf vier erfolgreiche Jahre seit Unternehmensgründung zurück und sehen, wie groß der Bedarf unserer Mandanten für interdisziplinäre Denk- und Strategieansätze ist, um für die spezifischen Anforderungen und individuellen Bedarfe sensibler und hochkarätiger Kulturinstitutionen, Kulturakteure und Entscheider in Politik und Verwaltung sachgerechte und zugleich innovative, mutige Lösungen zu finden. Mit unseren drei neuen Team-Partnern werden wir unseren Mandanten zukünftig eine noch umfangreichere Expertise zur Verfügung stellen können.“

Von ihrer neuen Niederlassung in Berlin aus berät die ProjektSchmiede zukünftig verstärkt Mandanten in der Hauptstadt und den ostdeutschen Bundesländern.

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1. März 2021 Schatzhaus NRW. Wohin steuert das Haus der Landesgeschichte?

„Schatzhaus NRW. Wohin steuert das Haus der Landesgeschichte?“

NRW hat Geburtstag und wird 75 Jahre alt. In dem historischen Bau soll das Haus der Geschichte des Landes Nordrhein-Westfalen entstehen. Ende August 2021 wird eine erste Jubiläumsausstellung gezeigt.
Welche Themen werden behandelt, wie wird die Landes-Geschichte erzählt, was hat es mit dem Bindestrich-Land auf sich, wie ist die Struktur des neuen Hauses?

Am 23. August 1946 ist das Land NRW durch Militärverordnung der britischen Besatzungsmacht entstanden. Ein Jahr später wurde das Land Lippe eingegliedert. Im sogenannten „Behrens-Bau“ am Düsseldorfer Rheinufer, unweit des Landtages, war der Amtssitz des ersten Ministerpräsidenten. In dem historischen Bau soll das Haus der Geschichte des Landes Nordrhein-Westfalen entstehen. Ende August wird eine erste Jubiläumsausstellung gezeigt.

Welche Themen werden in diesem neuen Museum behandelt, wie wird die Landes-Geschichte erzählt, was hat es mit dem Bindestrich-Land auf sich, wie ist die Struktur des neuen Hauses?

Darüber diskutiert Dr. Michael Köhler auf Einladung der Kulturpolitischen Gesellschaft und des WDR mit seinen Gästen:

  • Prof. Dr. Ulrich von Alemann, Politikwissenschaftler, Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf
  • Prof. Dr. Gertrude Cepl-Kaufmann, Institut Moderne im Rheinland, Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf
  • Prof. Dr. Hans Walter Hütter, Präsident Stiftung Haus der Geschichte der BRD, Bonn
  • Dr. Barbara Rüschoff-Parzinger, Kulturdezernentin LWL, Münster
  • Dr. Hagen W. Lippe-Weißenfeld, Vorstand Kulturpolitische Gesellschaft, Bonn

Aufzeichnung einer Diskussion aus dem Kleinen Sendesaal des WDR in Köln am 23.02.2021: https://www1.wdr.de/radio/wdr3/programm/sendungen/wdr3-forum/haus-der-landesgeschichte-102.html

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31. Januar 2021 FORTSETZUNG DER OPERN-DEBATTE IN DÜSSELDORF

FORTSETZUNG DER OPERN-DEBATTE IN DÜSSELDORF

Kaum ist das schwarz-grüne Rathausbündnis geschmiedet, bricht sich durch anhaltende bauliche Mängel die Diskussion über eine Sanierung oder den Abriss des Operngebäudes an der Heinrich-Heine-Allee ihren Bann. Das Haus ist derart marode, dass eine der ersten politischen Entscheidungen der neuen Ratsmehrheit einer erneuten Finanzspritze für zwingend notwendige Sanierungsmaßnahmen zur Aufrechterhaltung des Spielbetriebes galt.

Grund genug für die Düsseldorfer Kultur-Beratungsgesellschaft ProjektSchmiede, daran zu erinnern, dass es Zeit wird, die vier möglichen Denkmodelle – (1) Sanierung Bestandsgebäude, (2) Sanierung und Erweiterung Bestandsgebäude, (3) Abriss Bestandsgebäude und Neubau an gleicher Stelle und (4) Abriss Bestandsgebäude und Neubau an anderer Stelle – nun zeitnah so zu untersuchen, dass es zu einer wegweisenden Entscheidung des Stadtrats kommen kann.

Dabei sehen Architekt Jan Hinnerk Meyer (55) und Kulturmanager Dr. Hagen W. Lippe-Weißenfeld (45) die grundsätzliche Frage „Was für eine Oper in welcher Größenordnung mit welchen Funktionen möchte Düsseldorf zukünftig haben?“ im Zentrum der Debatte.

Um sich dieser Frage zu nähern, ist es hilfreich, sich an einem Beispiel eines Operngebäudes zu orientieren, was weltweit als „state of the art“ gilt: Die Königliche Oper Kopenhagen. Deren Neubau des berühmten dänischen Architekten Henning Larsen wurde 2004 am Holmen eröffnet und hat einen Footprint von 100 x 170 m.

Würde man das Kopenhagener Vorbild als Maßstab für Düsseldorf ansetzen, scheiden alle innerstädtischen Standorte aus, weil deren Grundflächenangebot zu klein ist. Einzig der Rheinpark an der Cecilienallee käme mit einem verfügbaren Baufeld von 148 x 241 m grundsätzlich in Frage. Das Grundstück wird durch viele zusätzliche Punkte attraktiv: Stadtbildprägende Lage am Wasser, Möglichkeit für eine Dachterrasse und Räumlichkeiten zum Feiern, die die sanierungsbedürftigen Rheinterrassen dauerhaft ablösen könnten. Zudem eine sehr gute ÖPNV-Anbindung durch die U79. Das gleiche gilt für die PKW- und Fahrrad-Anbindung. Eine neue Oper unmittelbar am Rhein wäre eine Landmark für die nordrhein-westfälische Landeshauptstadt und könnte städtebaulich die attraktive Rheinpromenade in Richtung Norden extrem aufwerten.

Footprints im Überblick:

Oper Kopenhagen: 100 × 170 m
Derzeitiger Standort Heinrich-Heine-Allee: 51 × 91 m
Karstadt-Gebäude Schadowstraße/Tonhallenstraße: 57 x 120 m
Kaufhof-Gelände Schadowstraße/Tonhallenstraße: 75 × 77 m
Landzunge am Landtag: 50 × 278 m
Rheinpark an der Cecilienallee: 148 × 241 m

Die ProjektSchmiede-Gründer zeigen mit Ihren Entwürfen für die Heinrich-Heine-Allee, den Standort Schadowstraße/Tonhallenstraße und den Hafen (Kesselstraße), welche Chancen in einem multifunktionalen Opern-Neubau stecken. Nicht zuletzt die auf viele Standorte in Düsseldorf und Duisburg verteilten Operndepots könnten mit einem Neubau aufgelöst werden. Es ergäben sich zahlreiche Synergieeffekte, die genutzt werden sollten. Ein neues Opernhaus inklusive Seitenbühnen, die es heute nicht gibt, kann technisch so ausgestattet werden, dass es ein Vorbild für alle Opernhäuser weltweit sein könnte. Wer sich vergegenwärtigt, dass 80% der Kulturbauten in Deutschland sanierungsbedürftig sind und das Beispiel der aus dem Ruder laufenden Opernsanierung in Köln mit explodierenden Kosten vor Augen hat, der versteht, warum die „Phase Null“ des Denkens, Abwägens und Diskutierens über diese für Düsseldorf geradezu epochale Entscheidung so wichtig ist.

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WIE VERÄNDERT CORONA DIE THEATER, OPERN- UND KONZERTHÄUSER?

WIE VERÄNDERT CORONA DIE THEATER,
OPERN- UND KONZERTHÄUSER?

Interview der beiden ProjektSchmiede-Berater, Architekt Jan Hinnerk Meyer und Kulturmanager Dr. Hagen W. Lippe-Weißenfeld in der Dezember-Ausgabe des deutschen Magazins theater management aktuell zum Einfluss der Corona-Pandemie auf die Theater-, Opern- und Konzerthausbauten.

Das vollständige Interview lesen Sie hier: https://www.projektschmiede.gmbh/pressearchiv/kommunikation/

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2. Dezember 2020 KULTURMARKEN-AWARD „AURICA“ VERLIEHEN

Verleihung der Kulturmarken-Awards am 26. November im Potsdamer Nikolaisaal

+++ In der Hauptkategorie Europäische Kulturmarke 2020 gewinnt das European Union Youth Orchestra 
+++ Als Kulturmanagerinnen des Jahres wurde das Kuratorinnen-Duo Yvette Mutumba und Julia Grosse ausgezeichnet 
+++ Leoluca Orlando, Bürgermeister von Palermo wurde mit dem Lifetime Achievement Award geehrt

 

Am 26. November 2020 wurden in acht Kategorien die Gewinner*innen des 15. Europäischen Kulturmarken-Awards im Rahmen live und vor digitalem Publikum im Großen Saal des Nikolaisaal Potsdam gekürt. Schirmherrin Michelle Müntefering, Staatsministerin für Internationale Kulturpolitik im Auswärtigen Amt eröffnete die Preisverleihung von Europas avanciertestem Kulturpreis mit einer Videobotschaft. Jury-Präsident Dr. Hagen W. Lippe-Weißenfeld sprach ein Grußwort. Der Europäische Kulturmarken-Award versteht sich in diesem Jahr insbesondere als Mutmacher für die Kulturanbieter*innen und zeichnet unter anderem kulturpolitische Haltung, innovative Programmatik, identitätsbasierte Markenentwicklung und Nachhaltigkeit im europäischen Kulturmarkt aus.  

In der Kategorie Europäische Kulturmarke des Jahres 2020 entschied die Jury sich für die das European Union Youth Orchestra, das als Europäisches Orchester herausragende Musiker*innen aus den Nationalorchestern entsendet. Das Projekt überzeugt durch eine konsequente Markenführung, Markenidentität und Positionierung und steht als lebendiger Klangkörper der Europäischen Union, der ein Zeichen für die Zukunft setzt.

Europäische Trendmarke des Jahres 2020 wurde die Deichman Bjørvika Bibliothek. Durch innovative, vorbildhafte Ideen zeigt das neue kreative Wohnzimmer der Stadt Oslo, das die Transformation vom verstaubten Klischee einer Bibliothek hin zum trendsetzenden Kontaktort mitten in der Stadt gelingen kann.

Dem Duo Julia Grosse und Yvette Mutumba, wurde der Preis in der Kategorie Europäische*r Kulturmanager*in des Jahres 2020 verliehen. Neben dem innovativen Teamauftritt der beiden Kuratorinnen, Dozentinnen, Journalistinnen und Chefredakteurinnen des Magazins C& für zeitgenössische Kunst aus Afrika und der Diaspora überzeugte die Jury das moderne Kulturmanagement und die Beschäftigung mit hochaktuellen, gesellschaftlichen Themen.

Die Deutsche Post DHL Group engagiert sich gemeinsam mit dem Beethoven-Haus Bonn im Rahmen der multimedialen Wanderausstellung BTHVN on Tour für das Vermitteln von Wissen über das Leben und Werk des Komponisten. Für die besondere Förderung des Projekts erhielt das Unternehmen den Preis Europäische*r Kulturinvestor*in des Jahres 2020. Ausschlaggebend für die Juryentscheidung war der Aspekt einer Kooperation auf Augenhöhe, durch die Klassik in die Welt getragen wird.

Europäisches Bildungsprogramm des Jahres 2020 wurde das Center for Urban History mit Sitz in Lemberg, Ukraine. Das 2004 gegründete Forschungsinstitut arbeitet die dramatische Geschichte des Landes anschaulich auf und zeigt gleichzeitig die historische Vielfalt auf. Das Projekt erhält den Preis aufgrund der herausragenden Präsentation und Vermittlung seiner Geschichte und setzt ein deutliches Zeichen für Europa.

Le Voyage à Nantes ist Europäische Kulturtourismusregion des Jahres 2020. Einer der größten und vielfältigsten Kulturstandorte Frankreichs präsentiert sich mit herausragenden Themenkampagnen und viel Mut als Region mit einem außergewöhnlichen Erbe. Der Einbezug kreativer Kulturanbieter*innen und innovative Ideen waren weitere Kriterien für den Juryentscheid.

Die Monheimer Kulturwerke erhielten den Europäischen Preis für Stadtkultur 2020. Ein junger Bürgermeister mit innovativen Ideen unterstützt die Transformation hin zu einem ganzheitlichen Stadtkonzept, das Kultur als Inkubator nutzt. Die wichtigen Projekte entwickeln sich aus der Stadt heraus und es geschieht eine konsequente und partizipative Einbindung der ganzen Stadt, so die Jury.

Der in diesem Jahr erstmals verliehene Europäische Preis für Nachhaltigkeit im Kulturmarkt 2020 geht an das Hamburger Futur 2 Festival, das sich mit unterschiedlichen Ansätzen der Frage „Wie sieht das Festival der Zukunft aus?“ annähert. Die gelebte Nachhaltigkeit des Festivals hat bereits einen Vorbildcharakter für Andere entwickelt und vermittelt mit seinem kreativen, revolutionären Ansatz ökologisches Bewusstsein und gesellschaftlichen Wandel.

Den Lifetime-Achievement-Award in der Kategorie Europäische*r Kulturmanager*in des Jahres 2020 erhielt der Bürgermeister von Palermo und Mitglied des sizilianischen, italienischen und europäischen Parlaments, Leoluca Orlando. Orlando bietet durch sein Wirken als Politiker, aber auch als Kulturmanager mit kühnen Kulturinitiativen der Mafia und dem Rassismus die Stirn. In den Augen der Juror*innen  hat er als Impulsgeber mit einzigartigen, urbanen Projekten eine Renaissance der Stadtkultur in Palermo ins Leben gerufen und als wichtige Stimme im Bündnis „Seebrücke – schafft sichere Häfen“ eine solidarische Migrationspolitik gefordert.

Ermöglicht wurde die virtuelle Night of Cultural Brands vom Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg, der Landeshauptstadt Potsdam und dem Nikolaisaal Potsdam. Initiatorin und Veranstalterin ist die Causales – Gesellschaft für Kulturmarketing und Kultursponsoring. Hans-Conrad Walter, Initiator der Europäischen Kulturmarken-Awards, bedankt sich herzlich bei den diesjährigen Bewerber*innen und gratuliert den Preisträger*innen im Namen der 42-köpfigen Expert*innenjury. 

Der Kulturmarken-Award wurde im Jahr 2006 ins Leben gerufen und wurde in diesem Jahr bereits zum 15. Mal verliehen. Der wichtigste Preis im Kulturmarkt wurde von einer 42-köpfigen Expertenjury in acht Wettbewerbskategorien an Kulturanbieter, -investoren und -tourismusregionen aus ganz Europa vergeben. Die in allen Kategorien verliehene Preisskulptur Aurica® steht für die Exzellenz, Attraktivität und Offenheit des europäischen Kulturmarktes und versinnbildlicht die wertvolle Vermittlungsarbeit der europäischen Kulturanbieter und das herausragende Engagement europäischer Kulturinvestoren. Dr. Hagen W. Lippe-Weißenfeld ist seit 2019 Jury-Präsident.

Veranstalter und Initiator des Europäischen KulturInvest!-Kongresses und des Kulturmarken-Awards ist die Causales – Gesellschaft für Kulturmarketing und Kultursponsoring mbH, die auch das Copyright aller hier aufgeführten Fotos besitzt.

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14. April 2020 Genossenschaft als Modell für die Kultur

GASTBEITRAG in der RHEINISCHEN POST

Düsseldorf, 14.04.2020

Genossenschaft als Modell für die Kultur

Von den Impulsen der Kultur profitieren alle, erst recht nach der Corona-Starre. Kulturpolitik ist daher auch Gesellschaftspolitik.

Beim Geld hört die Freundschaft bekanntlich auf. Und um Geld ging es in den letzten Wochen auch im Kulturbereich fast ausschließlich. Bund und Land NRW stellten Soforthilfen zur Verfügung, unbürokratisch und von gutem Willen getragen. Das war eindrucksvoll. Weil es ein starkes Zeichen der Wertschätzung gesetzt hat mit der klaren Botschaft: Kultur ist systemrelevant! So existentiell die Geldfragen auch sind, so wichtig ist jedoch, dass hierüber kein anhaltender Verteilungskampf ausbricht, der den Blick auf drängende Fragen verstellt.

Schauen wir in die Zukunft und starten eine unvoreingenommene Debatte darüber, wer welchen Beitrag zu einem neuen, vitalen Kulturleben der Zukunft leisten und welche Chancen aus der Krise für die Düsseldorfer Kultur erwachsen könnten? Erste Bestandsaufnahmen zeigen: Im Strudel der Krise zählen freie, gemeinnützige und nicht-öffentlich finanzierte Einrichtungen zu den Verlierern. Diejenigen, die schon in guten Zeiten kämpfen müssen. Die aber als Gegenpole zu den institutionell geförderten für ein lebendiges Kulturleben unverzichtbar sind. Ihre Not macht erfinderisch: Wer seiner Zielgruppe ein digitales Angebot macht, bleibt im Gespräch, kann experimentieren und trotz räumlicher Distanz persönliche Bindung zum Besucher schaffen. Ein wichtiges Pfund, weil Kultur Beziehungsmanagement ist. Auch im administrativen Bereich kann die Digitalisierung der Organisation von Kultur unter die Arme greifen. Hier lautet das Zauberwort: Open Source, was für offene Software steht. Maximal demokratisch, weil unabhängig von kommerziellen Anbietern geschlossener Softwaresysteme. Wer als Kulturanbieter bewusst Open-Source-Software einsetzt, möchte, dass dadurch offene Diskursplattformen entstehen, die von ihm selbst und seinen Besuchern unbegrenzt genutzt und permanent weiterentwickelt werden können. Geeignet für kleine wie große Einrichtungen. Wissenstransfer, offener Erfahrungsaustausch, gemeinsames Lernen, agile Steuerungsmethoden, kollaboratives Arbeiten stünden plötzlich gleichwertig neben analogem Museums-, Opern- oder Clubbesuch. Digital Culture als fester Bestandteil kultureller Bildung. Hier hat die Kultur massiv Nachholbedarf.

Auch Politik und Verwaltung könnten die Krise nutzen. Als Impulsgeber für überfällige Veränderungen. Warum nicht zügig Rechtsträgerwechsel vornehmen, wenn Angebote dadurch besser gesichert werden können? Warum nicht manche starren Zuwendungsrichtlinien flexibilisieren, um bedarfsorientiert Förderkulissen zu sichern? Warum nicht gerade jetzt ein strategisches Konjunkturprogramm für Kulturbauten anschieben, von dem die heimische Baubranche profitiert, auf deren Gewerbesteuereinnahmen Düsseldorf dringend angewiesen ist?

Will man kleine wie große Kultureinrichtungen nach der Krise in ihrer Leistungsfähigkeit dauerhaft stärken, könnte eine Genossenschaft ein kluges Modell sein. Deren Mitglieder würden Teil einer genossenschaftlich organisierten Service-Plattform und erhielten Zugriff auf Dienstleister, die in den Bereichen Einkauf, Vertrieb, Marketing und Digitales für alle Mitglieder die besten Angebote und damit optimale Synergien schaffen könnten. Ergebnis wären enorme Effizienzgewinne und neue, hilfreiche Netzwerke. Zudem mehr Selbstorganisation in proaktiven Verantwortungsgemeinschaften. Künstler könnten sich wieder auf ihre Kernaufgaben konzentrieren, bürokratische Routinen hinter sich lassen und ihre Innovationspotentiale im Verbund mit Gleichgesinnten heben. Nebenbei würden dauerhafte, disziplinübergreifende Arbeitsgemeinschaften entstehen. Viele erinnern sich mit einem Schmunzeln daran, wie sich honorige Kulturakteure im Rahmen der Kulturentwicklungsplanung teils erstmalig in gemeinsamen Diskussionsrunden wiederfanden. Was blieb davon übrig? Genau hier sollte wieder angesetzt werden. Mit regelmäßigen, bedarfs- und ergebnisorientierten Gesprächsformaten. Aber anders als damals interdisziplinär, agil, kollaborativ, transformativ und experimentell. Kultur als Motor der Stadtgesellschaft berät Stadtplaner und Quartiersmanager, lernt von Energiemanagern und Klimaforschern, bringt sich in wirtschaftspolitische Diskurse ein und gibt dem Tourismus Impulse. Maximal engagiert und gestaltungsfreudig, diskursoffen und selbstkritisch, unvoreingenommen und lösungsorientiert.

So ließen sich die Corona-Starre in Dynamik und Risiken in Chancen verwandeln, um heute der Krise neue Utopien und Visionen für eine moderne Stadtgesellschaft von morgen abzutrotzen. Kulturpolitik als Gesellschaftspolitik wäre plötzlich gelebte Realität. Und das im Brennglas einer Kommune. Wie ein Zukunftslabor. Das fände ich erstrebenswert. Weil es Wissen teilt und alle einbezieht. Weil es die Kultur demokratisiert und anschlussfähig macht. Weil von den Impulsen der Kultur am Ende alle profitieren. 

Autor Hagen W. Lippe-Weißenfeld ist Vorstand der Kulturpolitischen Gesellschaft und Geschäftsführender Gesellschafter der Kulturberatung Projektschmiede.

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10. März 2020 „Bundesdeutsches Fotoinstitut“ soll nicht nach Düsseldorf kommen
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13. Januar 2020 Neue Initiative für Opern-Diskussion in Düsseldorf

PRESSEMITTEILUNG

+++ Neue Initiative für Opern-Diskussion in Düsseldorf +++
+++ Projektschmiede stellt weiteren Opernhaus-Entwurf vor +++
+++ Idee für neuen Standort am Wehrhahn kommt aus der Bürgerschaft +++

(Düsseldorf, 13.01.2020) Die Düsseldorfer Kultur-Beratungsgesellschaft Projektschmiede unterstützt die laufende Debatte zum Opernhaus mit einem Entwurf für einen Opern-Neubau auf dem Grundstück des heutigen Kaufhofs am Wehrhahn. Das zwischen Schadow-, Tonhallen- und Oststraße gelegene Grundstück wäre aus Sicht der Projektschmiede-Geschäftsführer, Architekt Jan Hinnerk Meyer und Kulturmanager Dr. Hagen W. Lippe-Weißenfeld ein geeigneter Standort mit hoher Qualität.

„Städtebaulich ist die Lage des Grundstücks sehr reizvoll. Das Grundstück liegt in der City und ist mit dem ÖPNV (U-Bahn- und Bushaltestelle vor der Tür) optimal erschlossen. Die neue Nutzung würde das ganze Quartier am Wehrhahn enorm aufwerten“, ist sich Architekt Jan Hinnerk Meyer sicher. Hagen Lippe-Weißenfeld ergänzt: „Die verschiedenen Denkmodelle – Sanierung der alten Oper oder Neubau an gleicher oder anderer Stelle – verlangen danach, neben dem Hafen und dem Rheinufer auch einen innerstädtischen Standort kritisch zu prüfen. Die Chance, hier mit der Quartiersattraktivierung, mit der Schließung des blaugrünen Rings in östlicher Richtung und mit der Mischnutzung des Gebäudes mit Kultur und Handel gleich mehrere Bedarfe auf einmal zu befriedigen, hätte großen Charme!“

Das aktuelle Kaufhof-Gelände ist erheblich größer als der derzeitige Footprint der Oper an der Heinrich-Heine-Allee.

Die beiden Projektschmiede-Berater sind sich einig: „Da die Stadt Düsseldorf sich derzeit ohnehin in Gesprächen mit Karstadt/Kaufhof-Eigentümer René Benko befindet, wäre es lohnend, über eine mögliche veränderte Grundstücksnutzung nachzudenken. Vier Kaufhäuser (Carsch-Haus, Kaufhof an der Kö, Kaufhof an der Tonhallenstraße und Karstadt an der Tonhallenstraße) sind dauerhaft vermutlich nicht erforderlich. Ein wertgleicher Grundstücksrealtausch, bei dem die Stadt Herrn Benko für das Kaufhof-Grundstück an der Tonhallenstraße ein anderes, wertgleiches Grundstück im Tausch anbieten würde, könnte eine zielführende Lösung für das alternative Denkmodell ‚Neubau an anderer Stelle‘ sein“, so Meyer und Lippe-Weißenfeld.

Der von der Projektschmiede vorgestellte Opernhaus-Entwurf hat eine transparente Doppelfassade, die den Verkehrslärm optimal abschirmt und zugleich mit einer intensiven Begrünung zur Verbesserung des Stadtklimas beiträgt. Das Gebäude hat eine Haupt- und eine Nebenbühne, deren Türme oben aus dem Dach herausragen. Sie sind mit Photovoltaik-Elementen versehen, die einer umweltfreundlichen Energieversorgung dienen. Die Heizung funktioniert über Erdwärme (Geothermie). Ziel ist es, ein CO2 neutrales Gebäude zu errichten. Das multifunktionale Opernhaus fügt sich nahtlos in das Einzelhandelsumfeld ein und schafft durch Läden auf 2 Etagen eine zusätzliche Belebung des Quartiers. Im großzügigen Eingangsbereich ebenso wie auf der spektakulären Dachterrasse mit 360 Grad-Panoramablick ist Gastronomie vorgesehen. Das Untergeschoss könnte eine Direktanbindung an die U-Bahn erhalten. Das Gebäude wird komplett unterkellert und enthält eine Tiefgarage, die über die Oststraße angedient wird. Über die Oststraße würde auch der gesamte Anlieferungsverkehr der Oper abgewickelt.

Die Idee, das Kaufhof-Grundstück für einen möglichen Opernneubau zu nutzen, kommt ursprünglich aus der Düsseldorfer Bürgerschaft. Architekt Bernhard von Kries, Vorsitzender der Aktionsgemeinschaft Düsseldorfer Heimat- und Bürgervereine e.V. (AGD) hatte genau wie der Immobilienmakler Dr. Wulf Aengevelt ganz unabhängig voneinander die gleiche Idee. Dazu Jan Hinnerk Meyer und Hagen Lippe-Weißenfeld: „Wir sind begeistert, dass sich bekannte Persönlichkeiten und wichtige Multiplikatoren aus der Stadtgesellschaft so konstruktiv und ideenreich an der Debatte um das Opernhaus beteiligen. Genau solche konstruktiven Vorschläge werden gebraucht, um nach Prüfung aller Denkmodelle, derer es 5 an der Zahl gibt – (1) Generalsanierung, (2) Generalsanierung + Erweiterung, (3) Neubau an gleicher Stelle, (4) Neubau an anderer Stelle + Sanierung Altgebäude für eine andere Nutzung, (5) Neubau an anderer Stelle + Maximalverwertung des Bestandsgrundstücks (Hochhaus) – die aus künstlerischer, wirtschaftlicher und städtebaulicher Sicht beste Lösung zu finden.“

Kulturmanager Hagen Lippe-Weißenfeld ist angetan von dem Standort Tonhallenstraße, „weil er bis zum Ausbruch des 2. Weltkriegs ein historisch gewachsener, wichtiger Kulturstandort Düsseldorfs war.“ Im Jahr 1863 erwarb die Stadt Düsseldorf die auf diesem Grundstück befindliche Vergnügungsstätte, in der die ersten niederrheinischen Musikfeste stattfanden. Kaiser Wilhelm II. baute hier von 1889-92 den sog. „Kaisersaal“, außerdem gab es einen „Rittersaal“ und eine „Glashalle“ als Konzert- und Veranstaltungsbau. „An diese kulturhistorische Bedeutung des Standorts mit einem neuen Opernhaus anknüpfen zu können, hätte eine gewisse Logik und für die kulturelle Entwicklung Düsseldorfs großen Charme“, ist sich Lippe-Weißenfeld sicher, „denn das Haus läge noch dazu im erweiterten Bereich des blaugrünen Rings.“

„Die durch einen Neubau mit einem Nutzungsmix (Oper, Handel, Büros, Gastronomie, Dachterrasse mit 360-Grad-Panoramablick) geschaffene Anziehungskraft würde das ganze östliche Innenstadtquartier aufwerten“, ist Architekt Jan Hinnerk Meyer überzeugt. „Der östliche Teil der Schadowstraße darf qualitativ nicht hinter den Bereich rund um den Kö-Bogen II zurückfallen, weshalb in absehbarer Zeit ein neuer städtebaulicher Impuls zwingend notwendig ist“, so Meyer.

Beide Projektschmiede-Geschäftsführer sind sich einig, dass die Stadt den Standort unbedingt prüfen sollte, um neben dem Hafen und dem Rheinufer einen weiteren Neubau-Standort als Alternative zum Grundstück Heinrich-Heine-Allee zu erhalten. „Der Charme dieser Lösung liegt zweifelsfrei auch darin, dass der Hofgarten von dieser Maßnahme nicht betroffen wäre. Uns allen ist bewußt, dass ein neues Opernhaus an der Heinrich-Heine-Allee auf jeden Fall einen erheblich größeren Footprint bräuchte als das jetzige und damit erheblich in den Hofgarten eingreifen würde. Die damit verbundenen Schwierigkeiten hätte man beim Kaufhof-Grundstück vermieden“, so die beiden Projektschmiede-Berater.

Copyright der Animationen: PROJEKTSCMIEDE / MEYER ARCHITEKTEN

Rückfragen unter Tel.: (0173) 188 50 28

Chronologie der Opern-Diskussion der letzten 2 Jahre:

Februar 2018   FDP-Fraktionschef Manfred Neuenhaus bringt einen Opern-Neubau im Hafen ins Spiel

Februar 2018   Die Projektschmiede und Meyer Architekten stellen für das Denkmodell „Neubau an anderer Stelle“ einen Entwurf für einen möglichen Opern-Neubau auf der Kesselstraße im Hafen vor.

September 2018   Die Projektschmiede und Meyer Architekten stellen für das Denkmodell „Neubau an gleicher Stelle“ einen Entwurf für einen Neubau auf dem Bestandsgrundstück Heinrich-Heine-Allee vor.

Januar 2019   Das Architekturbüro HPP stellt für das Denkmodell „Neubau an gleicher Stelle“ einen Entwurf für einen Neubau mit Hochpunkt auf dem Bestandsgrundstück Heinrich-Heine-Allee vor.

Januar 2019   Kulturdezernent Hans-Georg Lohe teilt dem Stadtrat mit, dass der reine Erhalt der Oper an der Heinrich-Heine-Allee in den nächsten 25 Jahren nach seiner Schätzung mindestens 100 Millionen Euro kostet. Er plädiert deshalb für einen Neubau an gleicher Stelle: „Das Haus entspricht nicht mehr den Ansprüchen an ein modernes Opernhaus im 21. Jahrhundert.“

Februar 2019   RKW+ Architekten stellen für das Denkmodell „Neubau an anderer Stelle“ einen Entwurf für einen Neubau auf der Landzunge am Landtag am Rhein vor.

März 2019   Große Podiumsdiskussion bei der Düsseldorfer Jonges mit spontaner Saal-Umfrage: Die Jonges sind mehrheitlich für einen Neubau.

März 2019   Der Stadtrat beschließt die Gründung einer „Kleinen Kommission Oper“, die die Anforderungen an ein Opernhaus der Zukunft definieren und Empfehlungen aussprechen soll.

Mai – Juli 2019   Die Ausstellung des Deutschen Architekturmuseum „Große Oper – viel Theater?“ wird im Foyer des Opernhauses gezeigt.

Juli 2019   Der Stadtrat beschließt ein Maßnahmenpaket i. H. von 3 Mio. EUR für Sanierungsmaßnahmen am Dach. Parallel wird das Dach des Opernfoyers mit Stützen abgefangen, die bis heute stehen. Der Stadtrat beauftragt die Kulturverwaltung, alle Denkmodelle auf Kosten und Umsetzbarkeit zu prüfen und die Prüfung im Frühjahr 2020 vorzulegen.

November 2019   Der Stadtrat beschließt ein weiteres Maßnahmenpaket i. H. von 4,3 Mio. EUR für dringend notwendige Sanierungsmaßnahmen im Bestandsbau Heinrich-Heine-Allee, die im Sommer 2020 zur Ausführung kommen sollen.

Januar 2020   Die Projektschmiede und Meyer Architekten stellen für das Denkmodell „Neubau an anderer Stelle“ einen Entwurf für einen Neubau am Wehrhahn (Tonhallen-, Schadow-, Oststraße) vor. Auf dem Grundstück stand früher die Tonhalle Düsseldorf.

Info: Grundstück der Deutschen Oper am Rhein GmbH

Heinrich-Heine-Allee 16A, 40213 Düsseldorf
Gebaut: 1873 – 75 (Architekt Ernst Giese)
Als Denkmal eingetragen seit: 5.5.1994
Das jährliche Budget der Oper für die gesamte Bauunterhaltung, alle Wartungen und Prüfungen liegt bei 1,5Mio. EUR.

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11. Kulturinvest! Kongress Essen 2019

Aktuelles

11. KulturInvest!-Kongress am 7. und 8. November 2019 auf dem Weltkulturerbe Zeche Zollverein in Essen

Meyer Architekten und die ProjektSchmiede als Partner des Panels „Places of Culture“

Unter dem Motto „Aufbruch nach Europa! Transform the Culture“ zeigten auf dem KulturInvest!-Kongress am 7. und 8. November 2019 über 100 Visionäre, Utopisten und Kulturexperten auf dem UNESCO-Welterbe Zeche Zollverein in Essen die neuesten Trends im europäischen Kulturmarkt auf und reflektierten die Entwicklungsperspektiven des grenzüberschreitenden Zusammenwirkens von Kultur, Wirtschaft, Öffentlicher Hand und Medien sowie der digitalen Revolution. Mit 500 teilnehmenden Kulturmanagerinnen und Kulturmanagern, darunter Kulturpolitikerinnen wie Michelle Müntefering, Staatsministerin für Internationale Kulturpolitik im Auswärtigen Amt, Isabel Pfeiffer-Poensgen, Kulturministerin des Landes NRW und Martina Münch, Kulturministerin des Landes Brandenburg setzte Europas größter Kulturkongress mit der Preisverleihung der Europäischen Kulturmarken-Awards ein Zeichen für ein weltoffenes Europa. 

Europas größter Kulturkongress steht seit über zehn Jahren für innovatives Vorausdenken, lebendige Debatten und erfolgreiche Lösungsansätze im breiten Themenspektrum von Kulturpolitik, Kulturmanagement, Kulturmarketing, Kulturtourismus sowie von materiellen und immateriellen Investitionen in Kultur.

In Zusammenarbeit mit der Kulturpolitischen Gesellschaft und dem Kulturradio WDR3 fand eine finale Abschlussdebatte unter dem Motto „Aufbruch nach Europa! Transform the Culture“ unter der Moderation von Dr. Michael Köhler statt, die der WDR3 am 17. November 2019 von 18.04 – 19.00 Uhr sendete. Die wichtigsten Zitate und kulturpolitischen Handlungsempfehlungen des KulturInvest!-Kongresses 2019 und des Abschlussforums sind nachstehend zusammengefasst.

Prof. Dr. Ulrike Guérot zeigte in Ihrer Eröffnungsrede zwei Optionen für die Zukunft Europas auf: „Zurück in die Vergangenheit, oder die europäische Demokratie aktiv gestalten.“ Die Demokratieforscherin und Politikwissenschaftlerin ist leidenschaftliche Visionärin einer postnationalen, Europäischen Republik der Regionen sowie der Bürgerinnen und Bürger. Sie proklamierte darüber hinaus „Rechtsgleichheit statt kultureller Uniformierung für alle europäischen Bürgerinnen und Bürgerinnen!“

„Kultur hat das Potenzial einer gesellschaftlichen Avantgarde, Kulturschaffende macht Euch sprachfähig!“, appellierte der Vorstand der Kulturpolitischen Gesellschaft und Jury-Präsident des Europäischen Kulturmarken-Awards, Dr. Hagen W. Lippe-Weißenfeld an alle Kulturmanagerinnen und Kulturmanager. „Wir müssen Innovationskraft stimulieren, denn Ziele ergeben sich aus Visionen und dafür braucht man Mut!“, empfahl er mit kulturpolitischer Voraussicht.

Der Medienmanager Prof. Dieter Gorny forderte „…mehr gegenseitige Übersetzung von Kultur, Wirtschaft und Politik“ und appellierte an die anwesenden Kulturmanagerinnen und Kulturmanager, „Kultur muss raus aus ihrem komfortablen Resonanzraum!“. Darüber hinaus forderte Gorny einen europäischen Kulturkommissar oder eine europäische Kulturkommissarin sowie ein digitales Bauhaus oder eine europäische Digital-Akademie, Denkorte, in denen Ideen schnell Realität werden.

Prof. Dr. Hans-Peter Noll, bedeutendster Immobilienentwickler des Ruhrgebietes und Vorstandsvorsitzender der Stiftung Zollverein stellte fest: „Wir brauchen mehr Experimentier-Laboratorien und Testorte für unsere Utopien und Visionen wie die Zeche Zollverein!“ und forderte von der Politik: „Für die Standortentwicklung unter dem Motto „Erhalt durch Umnutzung“ brauchen wir Fördergelder, um diese auch lebendig bespielen zu können.“

Die frisch gekürte Europäische Kulturmanagerin des Jahres 2019 und Direktorin der Nomadenbiennale Manifesta, Hedwig Fijen empfiehlt der europäischen Kulturpolitik „…mehr Diversität in den Personalstrukturen im Kulturbetrieb, um in Europa zusammenzuwachsen, sowie ein kulturelles Erasmusprogramm für Europa und ein gefördertes europäisches FSJ für Kulturanbieter!“

In den 12 Themenforen des KulturInvest!-Kongresses wurde in den zwei Tagen über kulturelles Unternehmertum, Kulturtourismus, Belebung historischer Schauplätze, kulturelle Bildung, Stadtkultur, kulturelle Transformation, Marketing und Finanzierungsstrategien diskutiert und gemeinsam Ideen für den europäischen Kulturmarkt entwickelt. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer waren sich nach den zwei intensiven Kongresstagen einig, dieser Kongress ist das zur Zeit innovativste Forum zum Wissenstransfer zwischen Kultur, Wirtschaft, Politik und Wissenschaft.

Veranstalter und Initiator des Europäischen KulturInvest!-Kongresses und des Kulturmarken-Awards ist die Causales – Gesellschaft für Kulturmarketing und Kultursponsoring mbH, die auch das Copyright aller hier aufgeführten Fotos besitzt.

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Deutsches Fotoinstitut kommt nach Düsseldorf

PRESSEMITTEILUNG
+++ Initiative der Düsseldorfer Projektschmiede erfolgreich
+++ Deutsches Fotoinstitut kommt nach Düsseldorf
+++ Sternstunde für die Kunst und Kultur in Nordrhein-Westfalen

(Düsseldorf, 15.11.2019) Mit der gestrigen Entscheidung des Haushaltsausschusses des Bundestages und der heutigen Bestätigung der Kofinanzierung durch das Land NRW sind die Würfel gefallen: Das nationale Zentrum für Fotografie wird errichtet und seinen Platz in der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt auf der Kunstachse im Ehrenhof finden.

Die Initiative dazu entstand vor genau zwei Jahren, als am 30.11.2017 die Gründer der Kulturberatungsgesellschaft Projektschmiede, Architekt Jan Hinnerk Meyer und Kulturmanager Hagen Lippe-Weißenfeld, ihre Idee eines Fotozentrums in Düsseldorf mit konkreten Plänen für einen Neubau im Ehrenhof vorstellten (https://www.projektschmiede.gmbh/2017/11/idee-fuer-fotozentrum-duesseldorf/). Genau an diesem vorgeschlagenen Ort wird das Fotozentrum nun errichtet.

„Der heutige Tag ist eine Sternstunde für die Kunst und Kultur in Nordrhein-Westfalen. Wir sind sehr glücklich, dass in nur 24 Monaten Bund, Land und Kommune ein Vorhaben von nationaler Tragweite gemeinsam beschlossen haben. Als Initiatoren der Idee fühlen wir uns bestärkt darin, mit bürgerschaftlichem Engagement wichtige Projekte der Kultur so zu initiieren, dass sie für Politik und Verwaltung zügig entscheidungsfähig werden“, so die Projektschmiede-Gründer Hagen Lippe-Weißenfeld (44) und Jan Hinnerk Meyer (54).

Chronologie der Entscheidung:

30.11.2017      Vorstellung der Idee für ein nationales Fotozentrum durch die Düsseldorfer Projektschmiede.
17.02.2018      Symposium der Projektschmiede mit dem heutigen Vorsitzenden der Expertenkommission, Prof. Thomas Weski, im Malkasten Düsseldorf.
12.12.2018      Verkündung des Ankaufs der Foto-Sammlung Kicken.
Ab 05.2018     Fortlaufende Gespräche mit Kulturstaatsministerin Prof. Grütters und NRW-Kulturministerin Isabel Pfeiffer-Poensgen.
14.11.2019      Der Haushaltsausschuss des Bundestages beschließt die Errichtung eines nationalen Fotozentrums und den Bundesanteil an den Gesamtkosten i. H. von 41,5 Mio. EUR.
15.11.2019      Die NRW-Landesregierung teilt mit, die Kofinanzierung in gleicher Höhe sicherzustellen. Die Stadt Düsseldorf teilt mit, dass Grundstück am Ehrenhof einbringen zu wollen.

Kulturmanager Hagen Lippe-Weißenfeld zeigt sich hocherfreut, dass auf allen drei Ebenen (Bund, Land und Kommune) die kulturpolitische Wichtigkeit dieses Themas so schnell erkannt und entsprechende Beschlüsse gefasst werden konnten: „Es zeigt sich einmal mehr, dass eine Vision dann Wirklichkeit werden kann, wenn die Entscheidungsträger ein fester Wille und die Erkenntnis verbindet, dass der Erhalt von Deutschlands Kulturerbe ein nationales, gemeinschaftliches Vorhaben ist. Düsseldorf als Kunststadt wird von diesem nationalen Projekt außerordentlich profitieren. Das Fotozentrum wird ein internationaler Hotspot der sich dynamisch weiterentwickelnden Fotoszene werden. Wir schlagen jetzt vor, das Fotozentrum inhaltlich und von seiner Funktionsweise direkt in maximaler Form digitalisiert aufzubereiten, damit seine Inhalte jederzeit und für jeden Interessierten rund um den Globus abrufbar sind.“

Hagen Lippe-Weißenfeld ist davon überzeugt: „Was hier entsteht, ist weit mehr als ein reiner Fotokunst- und Archivspeicher. Der Anspruch muss sein, dass dieses Zentrum allen Interessierten rund um den Globus 24/7 zur Verfügung steht und alle technischen Mittel dafür genutzt werden, um eine offene Plattform zu schaffen, deren Inhalte jederzeit verfügbar und einsehbar sind. Wenn das gelingt, wird das Fotozentrum Teil der zukünftigen Weiterentwicklung der Fotografie im 21. Jahrhundert sein.“

Architekt Jan Hinnerk Meyer ergänzt: „Für den Düsseldorfer Stadtteil Kaiserswerth freut es uns, dass das ehemalige Wohnhaus von Hilla und Bernd Becher, die Alte Schule Kaiserswerth, nun als Satellit des Fotozentrums im Ehrenhof und kleiner Ausstellungsraum ebenfalls profitiert und das Leben der Gründer der Düsseldorfer Fotoschule mitsamt der Wohnung der beiden anschaulich macht.“

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1. Oktober 2019 Dr. Hagen W. Lippe-Weißenfeld ist neuer Jurypräsident von Europas avanciertestem Kulturpreis

Dr. Hagen W. Lippe-Weißenfeld ist neuer Jurypräsident von Europas avanciertestem Kulturpreis

Innerhalb der Jurysitzung des 14. Europäischen Kulturmarken-Awards am 26. September 2019 auf dem UNESCO-Weltkulturerbe Museumsinsel wurde Dr. Hagen W. Lippe-Weißenfeld, Vorstand der Kulturpolitischen Gesellschaft von den 42 Jurorinnen und Juroren als neuer Jurypräsident gewählt. Das repräsentative Amt innerhalb von Europas avanciertestem Kulturpreis hatte in den letzten neun Jahren der Kulturpolitiker, langjährige Essener Kulturdezernent und ehemalige Ruhr2010-Geschäftsführer Prof. Dr. Oliver Scheytt in seiner Funktion als Präsident der Kulturpolitischen Gesellschaft inne, den die Jury am 7. November innerhalb der Preisverleihung der Europäischen Kulturmarken-Awards auf dem UNESCO-Welterbe Zollverein als Vordenker der Kulturpolitik und des Kulturmanagements in Deutschland in der Kategorie „Europäischer Kulturmanager des Jahres 2019“ mit einen Lifetime Achievement Award auszeichnet. Eröffnet wird die Preisverleihung von Michelle Müntefering, Staatsministerin für kulturelle Angelegenheiten im Auswärtigen Amt. www.kulturmarken.de 

„Ich freue mich sehr, die Präsidentschaft dieses bedeutenden Preises übernehmen zu dürfen. Der Europäische Kulturmarken-Award würdigt herausragende Akteure im Kulturbereich und ist in seiner hohen Qualität und Strahlkraft ein Solitär in Europa“, sagt der neue Jurypräsident Dr. Hagen W. Lippe-Weißenfeld (44) aus Düsseldorf (NRW). Er ist seit 2015 Vorstand der Kulturpolitischen Gesellschaft und Sprecher von deren Landesgruppe NRW. Als Unternehmer und Kulturmanager ist er Geschäftsführer der Meyer Architekten GmbH und der Kultur-Beratungsgesellschaft ProjektSchmiede GmbH.

Der Europäische Kulturmarken-Award stimuliert seit 14 Jahren den europäischen Kulturmarkt mit der Auszeichnung dynamischer Kulturprojekte und außergewöhnlicher Persönlichkeiten. Mit über 1.254 eingereichten Bewerbungen hat sich der Wettbewerb in den letzten Jahren zum avanciertesten Kulturpreis in Europa entwickelt und richtet sich mit seinen acht Wettbewerbskategorien an Kulturanbieter, kulturfördernde Unternehmen, Stiftungen, Kommunen, Tourismusregionen und Medien. Dank der Beteiligung von 42 namhaften Juroren aus Kultur, Wirtschaft, Politik und Medien sowie von über 50 Partnern und Sponsoren konnte der Europäische Kulturmarken-Award in den letzten dreizehn Jahren mit der Vergabe von 72 Awards an Institutionen und Unternehmen sowie an 16 herausragende Kulturmanager wesentliche Impulse für den europäischen Kulturmarkt setzen.

Zu den Preisträgern der letzten Jahre gehören unter anderem die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden, das Institut du Monde Arabe, das Burgtheater Wien, die Schirn-Kunsthalle, RUHR.2010, die Bregenzer Festspiele, das Dortmunder U und das Guggenheim Museum Bilbao als Europäische Kulturmarken. Darüber hinaus konnten die AVL Cultural Foundation, Würth Group, Bayer Kultur, die Mercedes-Benz Bank, Migros und BMW als Europäische Kulturinvestoren ausgezeichnet werden. Dieter Kosslick (Berlinale), Amelie Deuflhard (Kampnagel, Hamburg),

Francis Morris (Tate Modern, London), Prof. Gereon Sievernich (Martin-Gropius-Bau, Berlin), Udo Kittelmann (Nationalgalerie, Berlin), Prof. Dr. Thomas Girst (BMW Group), Volker Ludwig (Grips-Theater, Berlin), Hedy Graber (Migros) und Jürgen Flimm (Staatsoper Berlin) wurden unter anderem in den letzten zwölf Jahren als Europäische Kulturmanager geehrt. Als Kulturtourismusregion konnten sich die Metropole Ruhr, Basel sowie die Stadt Trier positionieren.
Über den erstmalig vergebenen Preis für Medienkultur freute sich im letzten Jahr crescendo – das Magazin für klassische Musik & Lebensart.

Veranstalter und Initiator des Europäischen KulturInvest!-Kongresses und des Kulturmarken-Awards ist die Causales – Gesellschaft für Kulturmarketing und Kultursponsoring mbH, die auch das Copyright aller hier aufgeführten Fotos besitzt.

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30. September 2019 Das Düsseldorfer Aquazoo Löbbecke Museum benötigt einen Ergänzungsbau

PRESSEMITTEILUNG

+++ Freundeskreis Aquazoo präsentierte seine Ideen für einen Ergänzungsbau
+++ Düsseldorfs bestbesuchtes Museum will sich weiter entwickeln
+++ Stärkung des Bildungs- und Serviceangebots für die Besucher*innen
 

Das Düsseldorfer Aquazoo Löbbecke Museum benötigt einen Ergänzungsbau

Der Düsseldorfer Aquazoo ist das Institut Düsseldorfs, welches den Bürgern Natur und Umwelt auf einprägsame Art nahebringt. Seit seiner Wiedereröffnung vor rund zwei Jahren, besuchten rund 500.000 Gäste jährlich dieses einzigartige Doppelinstitut. Der Aquazoo avancierte damit schnell wieder zur bestbesuchten Kultureinrichtung und zum größten außerschulischen Lernort in Düsseldorf600 Schulklassen pro Jahr werden methodisch-didaktisch angemessen und nachhaltig mit gesellschaftlich relevanten Themen wie Evolution, Verlust der Biodiversität, Natur-/Arten-/Umweltschutz vertraut gemacht. Das gesamte pädagogische Angebot beläuft sich auf rund 1.400 Veranstaltungen jährlich.

Dieser Erfolg darf aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass dieses Institut nach wie vor dringliche Bedarfe hat, deren Deckung für einen anhaltenden, zukünftigen Erfolg überlebensnotwendig ist. In den meisten Köpfen hat sich die Modernisierung nämlich irrigerweise als eine Komplettsanierung manifestiert, die es aufgrund des hohen Kostendrucks aber nie gegeben hat. Das Institut ist im Bereich der Bildungsangebote enorm nachgefragt und etabliert sich als außergewöhnlicher Veranstaltungsort, doch Flächen fehlen überall. Letzteres trifft auch auf attraktive Sonderausstellungen zu, die im Haus nicht realisierbar sind, jedoch dringend zur Attraktivitätssteigerung benötigt werden. Die Besucherzahlen fallen sonst unweigerlich. Die reiche  naturkundliche Sammlung kommt deutlich zu wenig zur Geltung, die rund 1 Mio. Sammlungsobjekte werden aus konservatorischer Sicht suboptimal gelagert, der Shop bleibt in der aktuellen Winzigkeit weit hinter seinen Umsatzmöglichkeiten zurück, 3.000 Tagesgäste sehen sich einer Toilettenanlage gegenüber und ein gastronomisches Angebot fehlt nach wie vor (einer der größten Kritikpunkte vor der Sanierung).

Der Freundeskreis Löbbecke-Museum + Aquazoo Gesellschaft der Zoofreunde e.V. hat sich daher entschlossen, mit Hilfe der Düsseldorfer Beratungsgesellschaft ProjektSchmiede und des Architekturbüros Meyer eine Projektstudie zu erstellen, die die Errichtung eines Ergänzungsbaus mit entsprechenden Flächen vorsieht, um möglichst alle funktionalen Bedarfe langfristig zu decken. Nur so können wir diesem für die Stadt unverzichtbaren Bildungsinstitut helfen, seinem Auftrag hinreichend nachzukommen, der Bevölkerung von Düsseldorf und Umgebung die Natur näher zu bringen und den Umweltschutz auf diese Weise zu fördern.

„Der Aquazoo ist einer der wichtigsten kulturellen Leuchttürme Düsseldorfs. Sein Erfolg beruht auf der hohen Qualität und einem einzigartigen Besuchererlebnis. Damit das auch in Zukunft so bleibt, brauchen wir unbedingt einen Ergänzungsbau“, sagt Michael Fischer, Vorstandsvorsitzender Freundeskreis Löbbecke-Museum + Aquazoo Gesellschaft der Zoofreunde e.V. und führt weiter aus: „Mit über 1100 Mitglieder stehen wir als Freundeskreis für dieses Neubauvorhaben und erhoffen uns, dass Politik und Verwaltung uns bei der Realisierung nach Kräften helfen werden!“

Kulturmanager Dr. Hagen W. Lippe-Weißenfeld und Architekt Jan Hinnerk Meyer, beide Geschäftsführer der ProjektSchmiede GmbH und der Meyer Architekten GmbH, freuen sich „dass der Aquazoo seine Zukunft proaktiv und zielgerichtet in die Hand nimmt. Der Ergänzungsbau bietet die einmalige Chance, eine der größten und wichtigsten Kulturinstitutionen fit für die Zukunft zu machen. Hierbei mit baufachlicher, kaufmännischer und kulturpolitischer Expertise nach Kräften zu helfen, ist uns Ehre und Freude zugleich.“

Die geschätzten Baukosten für den Ergänzungsbau belaufen sich auf rund 6,7 Mio. Euro brutto. Hinzu käme rund eine halbe Mio. Euro für die Umnutzung und Renovierung der Räume im Bestandsbau.

ZUSAMMENFASSUNG

Problemstellungen:

  1. Zu wenig Fläche für pädagogische Angebote; die Zahl der pädagogischen Veranstaltungen (u.a. Unterricht, Führungen, Kindergeburtstage, Ferienaktionen) könnte bei größerer Fläche erheblich gesteigert werden. (Bildungsauftrag!)
  2. Es fehlen Flächen für attraktive Wechselausstellungen; dadurch droht die Besucherzahl zurückzugehen. (Bildungsauftrag!)
  3. Die Ausstellungsfläche für den naturkundlichen Teil der Sammlung ist deutlich zu gering bemessen. Aufgrund dessen kann die Stadt den zugesagten Schenkungsauflagen nicht in hinreichender Form nachkommen. (Bildungsauftrag!)
  4. Der Shop ist deutlich zu klein. Die Nachfrage nach Merchandising-Produkten kann nicht ausreichend befriedigt werden; dadurch werden Einnahmemöglichkeiten verschenkt.
  5. Die Anzahl der Sanitäranlagen ist jetzt schon für die Besucherzahl deutlich zu gering bemessen. An Wochenenden ist die Nutzung der hauseigenen Toiletten nicht mehr zumutbar.
  6. Veranstaltungsflächen sind stark eingeschränkt, das Potential einer einzigartigen Location wird nicht annährend genutzt.
  7. Es fehlt jedwede Gastronomie.

Lösung:

Neben dem Bestandsbau wird ein Ergänzungsbau errichtet, durch den neue Flächen geschaffen werden. Diese Flächen übernehmen Funktionen aus dem Bestandsbau, die bereits einige der Probleme lösen (Pädagogik, Mitarbeiter, großer Shop, Coffee to go-Bereich); hierdurch sowie durch die Verlagerung weiterer Räumlichkeiten (Verwaltung, Bibliothek), werden im Bestandsbau wiederum Flächen frei, die für die benötigten Zwecke genutzt werden können (Wechselausstellungen, weitere Flächen für den naturkundlichen Teil der Sammlung, etwa Verdreifachung der Sanitäranlagen).

Benefit für den Besucher:

  • Verbessertes pädagogisches Angebot
  • Attraktive Wechselausstellungen sowohl aus dem Magazinbestand als auch von auswärts
  • Vergrößerung des naturkundlichen Teils des Hauses
  • Attraktiverer Shop mit deutlich vergrößertem und zielgruppenorientierterem Angebot
  • Saubere, ausreichende Sanitäranlagen
  • Deutliche Steigerung des Veranstaltungsangebots
  • Attraktives, gastronomisches Angebot
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26. September 2019 Kultur in Düsseldorf – Bedarfe und Potenziale

Aktuelles

Kultur in Düsseldorf – Bedarfe und Potenziale

HF Hagen W. Lippe-Weißenfeld, Kaufmann und Kulturmanager aus Passionengagiert sich mit seinem Geschäftspartner, dem Architekten Jan Hinnerk Meyer, mit außergewöhlichen Ideen und Denkanstößen für die Vitalität und Vielfalt der Kulturlandschaft Düsseldorf. Markenzeichen und Epizentrum dieser kreativen Auswirkungen auf Planung und Umsetzung ist die ProjektSchmiede.

In einem foliengestützten Dialogvortrag informierten beide Referenten die zahlreich erschienenen Heine-Freunde und ihre Damen über die Bedarfe und Potenziale der Landeshauptstadt Düsseldorf im Bereich Kultur. Auf die bis zum großen Kurfürsten Jan Wellem zurückgehende Tradition der Kulturmetropole am Rhein verweist das noch in den 60-er Jahren geläufige Etikett „Kunst- und Gartenstadt“.

ProjektSchmiede erinnert mythologisch an Hephaistos und Aphrodite, an die fruchtbare Verbindung von meisterlicher Schmiedekunst und bestechender Schönheit. Aber auch an das lodernde Feuer und den Amboss, auf dem Ideen und Visionen – mit gezielten Hammerschlägen in ihre wirkmächtige Form gebracht – erlebbare Gestalt annahmen.

Die ProjektSchmiede Düsseldorf, von Dr. Hagen Lippe-Weißenfeld und Jan Hinnerk Meyer im März 2017 gegründet, agiert und engagiert sich auf drei Handlungsfeldern, Architecture & Development, Art Consulting & Service, Sales & Marketing. Dieses exklusive und ganzheitliche Portfolio „alles mit vier Augen“ verdankt sich der Fusion aus Kompetenzen, Expertisen und Erfahrungen beider Gründer in ihren Metiers.

Bedarfe für die Landeshauptstadt Düsseldorf haben beide anhand ihrer Recherchen und Bestandsaufnahmen akribisch ermittelt und hierfür umsetzungsfähige Lösungen konzipiert. Lösungen, die sich rechnen, die problemlos realisierbar sind, höchste ästhetische Ansprüche erfüllen, optimale Funktionalität gewährleisten und mit einem markanten Design Glanzlicher in ihrem urbanen Milieu setzen.

Zu diesen Bedarfen zählen vor allem die bauliche Optimierung der Kulturbauten in Düsseldorf, die Wiedererrichtung des historischen Pavillons am Schwanenspiegel, die Gründung eines Fotozentrums, eine breite öffentliche Diskussion über die Sanierung oder einen Neubau der Deutschen Oper am Rhein, entweder direkt am Rhein im Medienhafen oder am alten Standort.

Der Bootssteg am Schwanenspiegel unterhalb der Wasserstraße ist nach Schließung des Bootsverleihs und Abriss des „Fischerhauses“ in den 70-er Jahren verödet. In ihrer ursprünglichen Funktion kaum noch erkennbar, bietet die triste Fläche keinerlei Aufenthaltsqualität. Die Tieflage bringt lediglich den Vorteil, die reizvolle, durch historische Fassaden geprägte Optik der Wasserstraße nicht zu zerstören. Der Bau eines gastronomisch genutzten Pavillons würde diesem Platz eine hohe Attraktivität verleihen, ein Bootsverleih den Schwanenspiegel als Erholungsfläche Nähe Kö aufwerten und dieser Erlebnisort einen baulichen Akzent zum K21 setzen. Es wäre überdies ein Paradebeispiel für gelungene Wertschöpfung im Rahmen zeitgemäßer Stadtbildverschönerung.

Die Düsseldorfer Fotoschule, verbunden mit Hille und Bernd Becher, ist ein weltweit renommiertes Markenzeichen zeitgenössischer Kunst. Doch ein zentraler musealer Ort fehlt in Düsseldorf. Kunstsammlung NRW und Museum Kunstpalast können eine eigene Fotoabteilung aus Platzgründen nicht einrichten. Die ProjektSchmiede hat den Entwurf eines Fotozentrums in den öffentlichen Diskurs eingebracht, das z.B. auf der Kunstachse im Ehrenhof errichtet werden könnte. Fotografie könnte in ihrem eigenen „Showroom“ einem interessierten Publikum zugänglich gemacht werden und müsste sich nicht auf zeitlich begrenzte Ausstellungen z.B. im Forum NRW beschränken. Als Kompetenzzentrum böte es überdies Platz für kuratorische, konservatorische und archivale Forschung an Künstlervor- und -nachlässen.

Für die verschiedenen Denkmodelle eines Neubaus der Deutschen Oper am Rhein, am traditionellen Standort sowie auch im Medienhafen, hat die ProjektSchmiede gleichfalls zwei optisch bemerkenswerte Entwürfe präsentiert, deren außergewöhliches Design die Anmutung von Leichtigkeit, Dynamik und Transparenz als Orte von Energie vermittelt.

Nach der Präsentation teilweise disruptiver Visionen für eine aktivierende Kulturpolitik kamen beide auf die Ergebnisse ihrer Potenzialanalyse zu sprechen. Fazit. Die Potenziale der Kulturpolitik in Düsseldorf werden nicht ausreichend genutzt, Schnittstellen zu anschließenden Politikressorts wie Bildung, Gesellschaft, Stadtentwicklung oder Umwelt nicht hergestellt. Erforderlich ist eine aktivierende, politikfeldübergreifende Kulturpolitik, die nicht im behördlichen Mantel der 90-er Jahre agiert, sondern die Bedarfe der Stadtgesellschaft und der Kulturszene aufgreift und proaktive Lösungen erarbeitet. Auch muss das Tempo in der Umsetzung des Kulturentwicklungsplans in Zeiten der Akzeleration von Entwicklungen deutlich erhöht werden. Durch Hinterherhinken können Dynamiken in der Kultur nicht freigesetzt werden.

Folge dieser fehlenden Führung in der Kulturverwaltung ist ein beträchtlicher Investitionsstau mit derzeit 80 Gebäuden im Bereich der Kulturbauten. Diese Liste muss zeitnah für eine offene, das heißt barrierefreie Diskussion in Politik, Verwaltung und Öffentlickeit publiziert werden.

Zur Entwicklung von neuer Strahlkraft für die Stadt ist eine stärkere Vernetzung von Kulturpolitik und Kulturakteuren zwingend erforderlich. Dies hapert aber oft daran, dass Politik, Institutionen und Akteure im Bereich Kultur noch nicht schnittstellenfähig sind.

Kulturakteure müssen animiert werden, sich einem interdisziplinären Diskurs außerhalb ihrer Elfenbeintürme und Komfortzonen zu stellen. Zeitgemäßes Management und Führungstechniken müssen Einzug halten, Digitalisierung muss – als Chance begriffen – genutzt werden, Institutionen sind disruptiv und visionär zu führen, ökonomischer Sachverstand ist einzubinden. Nicht zuletzt müssen auch effektivierende Maßnahmen ergriffen werden, allem voran die Zentralisierung von bestimmten Dienstleistungen wie Drittmittelakquisition, Marketing und Kommunikation.

Kommunale Kulturpolitik kann nur effizient, effektiv und zeitnah umgesetzt werden, wenn föderale Schranken und traditionelle Seperatismen schleunigst ad acta gelegt werden.

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15. Mai 2019 Presse-Einladung / Jubiläum Rheinufertunnel am 19. Mai / 11 Uhr Eröffnung Kunstinstallation als Geschenk der Stadt Monheim am Rhein an die LHD

Aktuelles

Presse-Einladung / Jubiläum Rheinufertunnel am 19. Mai / 11 Uhr Eröffnung Kunstinstallation als Geschenk der Stadt Monheim am Rhein an die LHD

Spektakuläre 400 Meter lange Kunstinstallation als Geschenk der Stadt Monheim am Rhein an die Landeshauptstadt Düsseldorf zum Jubiläum des Rheinufertunnels.

Zum 25. Geburtstag des Düsseldorfer Rheinufertunnels schenken die Monheimer Kulturwerke stellvertretend für die Nachbarstadt Monheim am Rhein der Landeshauptstadt Düsseldorf eine spektakuläre Video- und Lichtinstallation in der zum Rhein zugewandten Tunnelröhre.

Die Eröffnung der unterirdischen Kunstinstallation findet statt am

Sonntag, den 19. Mai um 11 Uhr

im Beisein von

André Kuper, Präsident des Landtags von Nordrhein-Westfalen

Thomas Geisel, Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Düsseldorf

Martin Witkowski, Intendant und Geschäftsführer der Monheimer Kulturwerke

Nach einem kurzen Grußwort wird Herr Witkowski Präsident Kuper und OB Geisel in die Tunnelröhre begleiten

und die rund 400 Meter lange Installation erläutern. Anschließend stehen Ihnen alle drei Herren für Interviews zur Verfügung.

Fußgänger dürfen den Tunnel vom Nordeingang Fritz-Roeber-Straße bis zum Ausstieg Burgplatz ablaufen. Auf der dem Rhein zugewandten Seite erwartet Sie die Video- und Lichtinstallation der Monheimer Kulturwerke, kuratiert von ihrem Intendanten Martin Witkowski. Der Rhein als fließendes und verbindendes Element beider Städte bietet im Jubiläumsjahr den Brückenschlag zwischen beiden Städten. Geleitet von einem künstlichen Leuchtfeuer landet der Besucher in den farbigen Raumachsen, die rhythmisch zum kulminierenden Punkt der Videoinstallation treiben. Dort angekommen lädt auf der wasserführenden Tunnelwandseite ein Kurzfilm des Künstler Darius Devas ein, unser Lebenselexier Wasser in seiner Feinheit, Gewalt und Stärke betrachten zu können. Darius Devas hat diese Videoarbeit im Rahmen des Melbourne Now Festivals 2014 in der National Gallery of Victoria erstmals präsentiert. 2012 gewann er den SXSW interactive award for Film & TV.

Auf der gegenüberliegenden, der Stadt zugewandten Tunnelwandseite nimmt eine zweite Videoarbeit den künstlerischen Gedanken auf, und zwar in Form von keimenden Pflanzen, die durch das Element Wasser zum Leben erweckt werden. Diese Videoarbeit ist ein Werk des Münchner Künstlers Sebastian Skuhra (alias Temponaut). Mit Projektionsflächen von jeweils bis zu 8 x 10 Metern wird das sonst in Eile durchfahrene Tunnelbauwerk an diesem Tag bewußt entschleunigt.

Daniel Zimmermann, Bürgermeister von Monheim am Rhein, umschreibt die Intention der nachbarschaftlichen Geburtstagsgabe: „Dieses einmalige künstlerische Geschenk Monheims steht symbolisch für den innovativen Leitgedanken unserer Stadt, nicht in Stadtgrenzen zu denken und allen Menschen eine Begegnung mit Kultur zu ermöglichen. Die Landeshauptstadt Düsseldorf inspiriert uns mit ihrem Rheinufertunnel in der Entwicklung eines für alle Menschen erlebbaren Rheinufers.“

Martin Witkowski, Intendant und Geschäftsführer der Monheimer Kulturwerke ergänzt: „Düsseldorf hat vor einem Vierteljahrhundert mit dem Bau des Rheinufertunnels eine visionäre Entscheidung getroffen, die der Stadtentwicklung sehr gut getan hat. Auch Monheim öffnet sich immer mehr zum Rhein und schafft an seiner Rheinpromenade eine Kulturachse, die Stadt und Fluss zukünftig verbinden wird.“

Die Monheimer Kulturwerke GmbH ist eine 100%ige Tochtergesellschaft der Stadt Monheim am Rhein und verbindet die Bereiche Kultur, Tourismus und Brauchtum. Unter der Leitung des Intendanten und Geschäftsführers Martin Witkowski entsteht derzeit in einem historischen Industriedenkmal am Rhein das multifunktionale Mehrspartenhaus „Kulturraffinerie K714“.

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Copyright der Fotos der Licht- und Videoinstallationen im Rheinufertunnel Düsseldorf: Monheimer Kulturwerke GmbH

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13. März 2019 Podiumsdiskussion zu „Kunst als Wert(Anlage)!?

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Podiumsdiskussion zu „Kunst als Wert(Anlage)!? – Warum Kunst Unternehmen gut tut“

Unter diesem Titel fand am 27. Februar 2019 auf Einladung der Düsseldorfer Galerie Lausberg und des Wirtschaftsclubs Düsseldorf eine hochkarätig besetzte Podiumsdiskussion statt. Fünf Kunst- und Kulturvertreter aus großen Wirtschaftsunternehmen gaben den über 120 Gästen Einblicke in ihre vielfältige Arbeit. Auf dem Podium dabei: Dorotheé Gräfin v. Posadowsky-Wehner (E.ON AG), Dr. Astrid Legge (Provinzial Rheinland Versicherung AG), Thomas Helfrich (Bayer AG), Stefan Drzisga (Stadtsparkasse Düsseldorf) und Dr. Hagen W. Lippe-Weißenfeld (ProjektSchmiede GmbH). Der Podiumsdiskussion unter der Moderation von Galerist Bernd Lausberg schloss sich eine lebhafte Diskussion mit dem Publikum zu Fragen der Kunst als Wertanlage an.

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14. Dezember 2018 Eine neue Oper für Düsseldorf? Die ProjektSchmiede gibt der Sanierungsdebatte eine kühne neue Richtung
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27. November 2018 Podiumsdiskussion zum geplanten „Haus der Geschichte NRW“

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Podiumsdiskussion zum geplanten „Haus der Geschichte NRW“

Auf Einladung der Landesgruppe NRW der Kulturpolitischen Gesellschaft fand am 23.11.2018 im LVR-Museum Bonn eine hochkarätig besetzte Podiumsdiskussion zum Thema „Haus der Geschichte NRW“ statt. Vor rund 300 Besuchern entspann sich eine lebhafte, kontroverse Diskussion zwischen NRW-Landtagspräsident André Kuper, LVR-Kulturdezernentin Milena Karabaic, LWL-Kulturdezernentin Barbara Rüschoff-Parzinger, dem Essener Kulturdezernenten Muchtar Al Ghusain, dem Gründungspräsidenten des Hauses der Geschichte der BRD, Prof. Dr. Hermann Schäfer sowie KuPoGe-Vorstandsmitglied und NRW-Landesgruppensprecher Dr. Hagen W. Lippe-Weißenfeld. Die Moderation lag in den bewährten Händen von Dr. Michael Köhler (WDR / Deutschlandfunk).

Nachzuhören unter: https://www1.wdr.de/radio/wdr3/programm/sendungen/wdr3-forum/forum-haus-der-geschichte-100.html

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Dr. Hagen W. Lippe-Weißenfeld in Vorstand der Kulturpolitischen Gesellschaft gewählt

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Dr. Hagen W. Lippe-Weißenfeld in Vorstand der Kulturpolitischen Gesellschaft gewählt

Der Düsseldorfer Kulturmanager Hagen W. Lippe-Weißenfeld ist erneut in den Bundesvorstand der Kulturpolitischen Gesellschaft gewählt worden. Deren Mitgliederversammlung fand am 24.11.2018 in Bonn statt. Lippe-Weißenfeld, zugleich Sprecher der Landesgruppe Nordrhein-Westfalen, ist seit 2015 Beisitzer im Vorstand. Zum neuen Präsidenten der Kulturpolitischen Gesellschaft wurde Dr. Tobias J. Knoblich, Kulturdirektor der Landeshauptstadt Erfurt, gewählt. Zuvor hatte Prof. Dr. Oliver Scheytt aus Essen das Präsidentenamt 21 Jahre inne. Vize-Präsidenten sind die Professorin für Kulturwissenschaft Birgit Mandel (Hildesheim) sowie der nordrhein-westfälische Landtagsabgeordnete und kulturpolitische Sprecher der SPD-Fraktion Andreas Bialas aus Wuppertal. Die Kulturpolitische Gesellschaft wurde im Jahr 1976 gegründet und ist heute eine der einflussreichsten Vereinigungen für die Entwicklung der Kulturpolitik in Deutschland. NRW stellt mit 400 Mitgliedern die größte Landesgruppe.

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22. November 2018 10. KulturInvest!-Kongress am 12. und 13. November 2018 im Radialsystem Berlin

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10. KulturInvest!-Kongress am 12. und 13. November 2018 im Radialsystem Berlin

Am 12. und 13. November 2018 fand der 10. KulturInvest!-Kongress unter dem Jubiläumsmotto „100 Impulse im Spannungsfeld von Ästhetik und Effizienz im Radialsystem in Berlin statt. Der KulturInvest!-Kongress steht seit 10 Jahren für innovatives Vorausdenken, lebendige Debatten und erfolgreiche Lösungsansätze von materiellen und immateriellen Investitionen in Kultur. Innerhalb von 10 Themenforen zeigten auch in diesem Jahr über 100 namhafte Referenten aus Wirtschaft, Kultur und Medien die neuesten Trends und Entwicklungen im Kulturmarkt auf.

Die ProjektSchmiede war mit einem Vortrag zum Thema „Kulturbauten: Lust oder Last? – Tipps aus der Praxis für öffentliche und private Bauherrn“ im Kongress-Panel „Kulturimmobilien“ vertreten. Architekt Jan Hinnerk Meyer und Kaufmann und Kulturmanager Dr. Hagen W. Lippe-Weißenfeld erläuterten einem Fachpublikum aus Kulturmanagern, Intendanten, Kulturpolitikern und Künstlern warum es sinnvoll ist, vor einer Entscheidung über eine Sanierung oder einen Neubau die möglichen Alternativen in Ruhe zu prüfen. Hierbei wurden vier Denkmodelle vorgestellt: Generalsanierung, Sanierung und Erweiterung, Abriss und Neubau an anderer Stelle sowie Abriss und Neubau an gleicher Stelle. Am Beispiel der Rheinoper Düsseldorf illustrierten die beiden Experten die technischen, administrativen, politischen, finanziellen und gesellschaftlichen Herausforderungen und zeigten jeweils konkrete Lösungswege auf.

Im Rahmen der Kulturmarken-Gala „Night of Cultural Brands“ fand die Verleihung der Europäischen Kulturmarken-Awards in 8 Kategorien vor 500 geladenen Gästen aus Wirtschaft, Kultur, Politik und Medien statt. Dr. Hagen W. Lippe-Weißenfeld hielt die Laudatio auf den Europäischen Kulturinvestor des Jahres. Hierfür waren drei prominente Unternehmen von der Jury des Kulturmarken-Awards nominiert worden: Die BMW Group, die Erste Group Bank AG mit dem MehrWERT Sponsoringprogramm und die österreichische AVL Cultural Foundation. Letztere wurde zur Preisträgerin gekührt und konnte die goldene AURICA entgegennehmen.

Der Kulturmarken-Award wurde im Jahr 2006 ins Leben gerufen und wurde in diesem Jahr bereits zum 13. Mal verliehen. Der wichtigste Preis im Kulturmarkt wurde von einer 39-köpfigen Expertenjury in acht Wettbewerbskategorien an Kulturanbieter, -investoren und -tourismusregionen aus ganz Europa vergeben. Die zum fünften Mal in allen Kategorien verliehene Preisskulptur Aurica® steht für die Exzellenz, Attraktivität und Offenheit des europäischen Kulturmarktes und versinnbildlicht die wertvolle Vermittlungsarbeit der europäischen Kulturanbieter und das herausragende Engagement europäischer Kulturinvestoren. Dr. Hagen W. Lippe-Weißenfeld ist vielen Jahren Mitglied der Jury, deren Präsident Prof. Dr. Oliver Scheytt ist.

Veranstalter und Initiator des Europäischen KulturInvest!-Kongresses und des Kulturmarken-Awards ist die Causales – Gesellschaft für Kulturmarketing und Kultursponsoring mbH, die auch das Copyright aller hier aufgeführten Fotos besitzt.

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20. September 2018 Fünf Dinge, die man zur Debatte um das Opernhaus wissen sollte
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